Wenn das Auto mit dem Werkzeug spricht – Handwerksbetrieb findet digitale Lösung für fehlendes Werkzeug

Wenn das Auto mit dem Werkzeug spricht – Handwerksbetrieb findet digitale Lösung für fehlendes Werkzeug

Soenke Schierer

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Foto: Vladislav Bulatov / Unsplash

(Mai 2020) Das richtige Werkzeug fehlt auf der Baustelle oder beim Kunden? Das bedeutet zusätzliche Wege und unnötige Kosten. Ein Handwerksunternehmen hat dafür eine digitale Lösung gefunden.

Viele Handwerksbetriebe und Unternehmen, deren MitarbeiterInnen auf Montage sind, kennen das Problem: angekommen am Einsatzort fehlt ein bestimmtes Werkzeug. Dann ist der Weg zurück in die Werkstatt, ins Unternehmen oder ins Lager unumgänglich. Arbeitszeit, die nicht effektiv genutzt wird und damit unnötig Geld kostet.

Die Erwin Kastner GmbH, ein Handwerksunternehmen aktiv in den Bereichen Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik hat zusammen mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg für dieses sehr konkrete Problem eine sehr konkrete digitale Lösung entwickelt. 

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Dabei handelt es sich um eine Technologie zur automatischen Identifikation, kurz Auto-ID der Werkzeuge. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge aus dem Fuhrpark des familiengeführten Betriebs in Zukunft erkennen könnten, ob die richtigen Werkzeuge bereits im Fahrzeug sind oder, ob noch etwas fehlt. Dann gibt es eine Benachrichtigung.
Dahinter steckt nach Informationen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg die RFID-Technologie. RFID kommt aus dem Englischen und bedeutet Radio-frequency identification. Dabei arbeiten ein Sender und ein Empfänger mittels Radiowellen zusammen. So lassen sich, wie im Fall der Erwin Kastner GmbH mit ihren zwölf MitarbeiterInnen, Werkzeuge automatisch identifizieren und lokalisieren. Dabei ist die Technologie keineswegs neu, sondern nur für den konkreten Einsatzzweck umgenutzt. So werden zum Beispiel Kleidungsstücke im Einzelhandel durch FRID-Technologie vor Diebstahl geschützt.

Nachahmer dringend gesucht

Einziges Problem für den Handwerksbetrieb – die Kosten. Liegen die Preise für Funketiketten, die zum Beispiel auf die Werkzeuge geklebt werden im Cent-Bereich, kosten Software und Antennen, die in den Fahrzeugen verbaut werden müssen, deutlich mehr. Würden sich mehrere Unternehmen zusammentun und die Kosten für die Entwicklung aufteilen, wäre den einzelnen Betrieben deutlich geholfen.

Weitere Informationen zu der Funktionsweise der Technologie und dem konkreten Einsatzzweck im Handwerksunternehmen finden Sie auf der Internetseite des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg.

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