Nachwuchssicherung in Krisenzeiten: So soll Azubis und Unternehmen im Handwerk geholfen werden

Nachwuchssicherung in Krisenzeiten: So soll Azubis und Unternehmen im Handwerk geholfen werden

Soenke Schierer

artikel_Ausbildung_Tischler (Foto: Blaz Erzetic/Unsplash)
Laut einer Umfrage unter Handwerksbetrieben, die im April stattgefunden hat, beabsichtigen zwar rund 42 Prozent der befragten Betriebe ihr Ausbildungsengagement auf gleichem oder höherem Niveau fortzusetzen. 25 Prozent der befragten Unternehmen gaben aber auch an, im Herbst weniger Ausbildungsplätze anbieten zu wollen. (Foto: Blaz Erzetic/Unsplash)

(Juni 2020) Diese Maßnahmen hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks, als Teil einer Allianz für Aus- und Weiterbildung, zur Nachwuchsförderung erarbeitet.

Löchrige Auftragsbücher und eine ungewissen wirtschaftliche Zukunft für viele Betriebe – da ist es nicht leicht auch dem Nachwuchs eine Perspektive zu bieten. Und das, obwohl sich zum Beispiel das Handwerk einig ist, dass die Nachwuchsförderung eines der zentralen Themen ist, um die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Doch wie können Betriebe und Auszubildende jetzt unterstützt werden? 

Damit haben sich die Spitzen der Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung beschäftigt und Maßnahmen vereinbart. Klar ist: „Das Handwerk setzt auch in dieser schwierigen Krisensituation auf Fachkräftesicherung durch eigene Ausbildung”, sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). “Mit Blick auf das Ausbildungsjahr 20/21 muss vor dem Hintergrund einer großen Verunsicherung bei Unternehmen wie potenziellen Auszubildenden jetzt gehandelt werden, damit es nicht zu coronabedingten Verwerfungen auf dem Ausbildungsmarkt kommt.”

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Laut einer Umfrage unter Handwerksbetrieben, die im April stattgefunden hat,  beabsichtigen zwar rund 42 Prozent der befragten Betriebe ihr Ausbildungsengagement auf gleichem oder höherem Niveau fortzusetzen. 25 Prozent der befragten Unternehmen gaben aber auch an, im Herbst weniger Ausbildungsplätze anbieten zu wollen.

Ein zentraler, erster Handlungsschritt sei, dass möglichst schnell das Aufeinandertreffen von Betrieben und Nachwuchs am Ausbildungsmarkt in den Fokus gerückt wird. Man wolle sich deshalb dafür stark machen, dass Berufsorientierungsmaßnahmen in den Schulen so schnell wie möglich ergänzt und Ausfälle nachgeholt werden. Zahlreiche Berufsorientierungsmaßnahmen und Ausbildungsmessen seien durch die Kontaktbeschränkungen, die aus der Corona-Situation hervorgingen, ausgefallen. 

Holger Schwannecke betont dabei, dass auch die Regelung, dass Betriebe, die Auszubildende aus insolventen Betrieben in ein Ausbildungsverhältnis übernehmen, befristet bis Ende 2020 eine Übernahmeprämie erhalten sollen, ein wichtiger Schritt ist.

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